Am 25.02.2023 besuchte Wibke Brems – Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Landtag – mit dem GRÜNEN Ortsverband Iserlohn die Firma Risse&Wilke Kaltband und berichtete anschließend im Alten Stadtbad interessierten Besucher:innen von der aktuellen Arbeit der GRÜNEN Fraktion im Landtag.
Der Geschäftsführende Gesellschafter, Jörg Lohölter, stellte zunächst den immensen Energieverbrauch des Unternehmens dar, der etwa das zehnfache der Letmather Bevölkerung ausmacht. Anschließend berichtete er, mit welcher Intensität das Unternehmen daran arbeite, seine Produktion in eine klimaneutrale Zukunft zu führen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die laut Herrn Lohölter alternativlos und auch machbar sei.
Mit einigen Wünschen wurden die Grünen Gäste verabschiedet: Schnellere Umsetzung eines Energiewende-Gesamtkonzeptes, Ausbau der Erneuerbaren Energieträger, aber auch die Umsetzung geeigneter Speicherkapazitäten nebst Ausbau eines Netzwerkes für klimaneutralen Wasserstoff.

Danach ging es zu einer kleinen Stärkung ins „Schnöggel“, über dessen Entstehungsgeschichte Meinolf Remmert informierte. Das Café und Restaurant hat einem historischen Gebäude Leben eingehaucht und dadurch Ressourcen gespart. Es bietet Langzeiterwerbslosen eine Beschäftigungsmöglichkeit und wertet den vormals wenig attraktiven Fritz-Kühn-Platz für alle Bürger:innen auf, will dabei aber jene Menschen, die sich gewohnheitsmäßig dort aufhalten und teils obdachlos sind oder Drogen konsumieren, nicht verdrängen, sondern unter anderem mit regelmäßigen kostenfreien Mahlzeiten empfangen. Dieses Konzept hat sich laut Remmert bisher bewährt.

Anschließend berichtete Wibke Brems im Alten Stadtbad von der Arbeit der Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Landtag. Ein Schwerpunkt lag auf der Energie- und Klimapolitik: Eine von der GRÜNEN Landtagsfraktion beauftragte Machbarkeitsstudie zeigte 2021, dass es technisch möglich ist, NRW bis 2040 zur Klimaneutralität zu führen. Wibke betonte in diesem Zusammenhang vor allem die Notwendigkeit, erneuerbare Energien auszubauen. Auch die Bereitstellung von lokal erzeugtem grünem Wasserstoff sei notwendig, um NRW als Industriestandort zu erhalten und zu stärken. Eine große Herausforderung wird der steigende Strombedarf durch neue Technologien darstellen.
In den Bezirksregierungen werden neue Stellen für die Energieinfrastruktur geschaffen. Um den notwendigen Ausbau der Windkraft zu beschleunigen, werden die Verfahren zentraler gestaltet und Kommunen entlastet. Die Bezirksregierungen werden in Kürze die Kommunen stärker in der Thematik unterstützen.
Im Gegenzug betonte Wibke, dass Verwaltungen beim Thema Klimaschutz vermehrt aktiv „anpacken“ müssten. Anschließend stellte sie sich ausführlich den zahlreichen Fragen der Zuhörer:innen.
Die Veranstaltung mit Wibke fand im Vorfeld der Ortsmitgliederversammlung statt, war jedoch selbstverständlich auch für Nicht-Mitglieder geöffnet. Wenn Sie sich für GRÜNE Themen interessieren, können Sie sich in Kürze in unserem Terminkalender über anstehende Veranstaltungen informieren.




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