Wir Grüne setzen uns für eine Stadt ein, in der alle Menschen gleiche Rechte,
Chancen und Teilhabe erfahren – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sexueller
Identität oder sozialem Hintergrund. Chancengerechtigkeit bedeutet für uns:
* Strukturelle Barrieren abbauen
* Diskriminierung entgegenwirken
* Gezielt fördern, wo Ungleichheit besteht
Hinsichtlich der Gleichstellung der Geschlechter wollen wir Iserlohn aktiv
weiterentwickeln. In Verwaltung, Politik und Gesellschaft braucht es mehr
Sichtbarkeit, Mitbestimmung und faire Bedingungen für Frauen und andere
Geschlechtsidentitäten. Die gezielte Förderung von Frauen in Führungspositionen
– ob im Beruf, in der Verwaltung oder im Ehrenamt – ist für uns zentral. Auch
die geschlechtergerechte Haushaltsplanung (Gender Budgeting) sehen wir als
wichtigen Schritt zu einer gleichberechtigten Stadtentwicklung.
Der Schutz vor Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir setzen uns
für die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention zur Verhütung und
Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ein – mit konkreten
Maßnahmen wie dem Ausbau und der dauerhaften Finanzierung des Frauenhauses, der
Frauenberatungsstelle und präventiven Angeboten in Schule und Öffentlichkeit.
Veranstaltungen zur Aufklärung und Sensibilisierung sollen gestärkt werden.
Gesundheit und Selbstbestimmung gehören untrennbar zusammen. Wir wollen den
Zugang zu Verhütungs- und Schwangerschaftskonfliktberatung sichern und ausbauen
– kostenlos, niedrigschwellig und diskriminierungsfrei. Auch Präventionsarbeit,
etwa zu sexualisierter Gewalt und psychischer Gesundheit, muss stärker in den
Fokus rücken.
Wir unterstützen den Umbau der Krankenhauslandschaft durch die Katholischen
Kliniken zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in Iserlohn.
Gleichstellung bedeutet auch Vereinbarkeit: Wir setzen uns für flexible und
gerechte Arbeitszeitmodelle ein, die es ermöglichen, Familie, Pflege, Freizeit
und Beruf miteinander zu verbinden – unabhängig vom Geschlecht. Auch die Stadt
als Arbeitgeberin muss hier mit gutem Beispiel vorangehen.
Integration und Inklusion sind Teil von Chancengerechtigkeit. Menschen mit
Migrationsgeschichte müssen alle gesellschaftlichen Bereichen mitgestalten
können – seien es Bildung, Verwaltung, Kultur oder Politik. Wir fordern die
interkulturelle Öffnung der städtischen Strukturen und wollen die Zusammenarbeit
mit Migrant*innen-Selbstorganisationen (MSO) stärken. Ihre Perspektiven sind
unverzichtbar und bereichernd für eine vielfältige, solidarische
Stadtgesellschaft.