Bürgerbeteiligung stärken: GRÜNE wollen adhocracy+ systematisch nutzen
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen setzt sich für eine stärkere und systematischere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in kommunale Entscheidungsprozesse ein. Mit einem neuen Antrag im Digitalausschuss fordern wir die Verwaltung auf, bei jedem beschlossenen Antrag standardmäßig zu prüfen, ob eine Bürgerbeteiligung über die digitale Plattform adhocracy+ sinnvoll und umsetzbar ist.
Beschlussvorschlag: Strukturierte Berücksichtigungsabfrage
Um das große Potenzial der digitalen Beteiligung nicht ungenutzt zu lassen, soll diese Prüfung in Form einer kurzen, strukturierten „Berücksichtigungsabfrage“ erfolgen.
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Die Abfrage soll eine gezielte JA/NEIN-Entscheidung liefern, ob eine Beteiligung über adhocracy+ bei dem jeweiligen Projekt sinnvoll ist.
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Bei einer positiven Bewertung soll direkt das geeignete Beteiligungsformat (z.B. Meinungsbildung, Ideensammlung, Standortvorschläge oder Abstimmungen) benannt werden.
Warum eine systematische Nutzung?
Die digitale Beteiligungsplattform adhocracy+ hat sich in zahlreichen Kommunen bewährt und bietet flexible Möglichkeiten, die Bürgerschaft aktiv einzubinden. Bislang wird dieses Potenzial in Iserlohn jedoch nur vereinzelt ausgeschöpft.
Das Wissen, die Meinung und die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger sind eine wertvolle Ressource, um kommunale Prozesse bürgernäher, transparenter und effizienter zu gestalten.
Die vorgeschlagene systematische Prüfung stellt sicher, dass Beteiligungsoptionen nicht übersehen werden. Besonders hilfreich ist die Plattform bei Projekten ohne festgelegte Standorte, da die Bürgerschaft aktiv in die Standortfindung einbezogen werden kann. Eine dauerhafte Integration dieses Prüfschritts in den Projektprozess würde die Beteiligungskultur in Iserlohn nachhaltig stärken.
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet um die Beratung dieses Antrags in der nächsten Sitzung des Digitalausschusses.





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