BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

Windkraft in Iserlohn

09.09.2008 · Energie, Umwelt, Ortsverband

Klimaschutz ist in aller Munde. Sowohl die Stadtverwaltung als auch die Ratsfraktionen haben sich das Thema ganz groß auf ihre Agenda geschrieben. Doch die Bereitschaft, sich konsequent und leidenschaftlich für den Klimaschutz einzusetzen, kommt bereits an ihre Grenzen, wenn es um das Thema Windkraft geht.

Auf der Sitzung des Umweltausschusses am 4. September hat sich die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für mehr Windkraftnutzung in Iserlohn stark gemacht. Es gibt in großen Teilen der Bürgerschaft den Wunsch, sich aktiv für mehr Windkraft in Iserlohn einzusetzen. Und es gibt auch Flächen, die dafür in Frage kommen.

Leider sind die beiden von der Verwaltung eingerichteten Vorrangflächen für die Windkraftnutzung nichts weiter als Windkraftverhinderungsflächen. Denn wer für eine Windkraftanlage eine Fläche nutzen will, die nicht in einer der beiden Vorrangflächen liegt, der hat schlechte Karten. Die Errichtung einer Windkraftanlage außerhalb einer solchen Fläche ist nämlich unzulässig. Und das Gebiet in Kalthof-Zollhaus (einer der beiden Vorrangflächen) ist für die Windkraftnutzung kaum geeignet. So betreibt man Verhinderungspolitik!

Sowohl aus der Verwaltung als auch aus den anderen Fraktionen gibt es keinerlei Unterstützung für eine Ausweitung der Windkraftnutzung. Lediglich für das sogenannte „Repowering“ will man sich einsetzen. Dadurch lässt sich zwar die Effizienz älterer Anlagen verbessern, ändert aber nichts daran, dass es bei einem großen Nein für neue Flächen bleibt. So konnte man sich im Umweltausschuss auch leider nur darauf einigen, die Möglichkeiten des Repowerings zu prüfen.

Wenn große Teile der Politik und die Verwaltung nach wie vor die Beteiligung der Stadtwerke an einem Kohlekraftwerk diskutieren, auf der anderen Seite die Windkraftnutzung derart verhindern, dann läuft irgendetwas schief im Klimaschutz für Iserlohn.