BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

Sozialticket: Recht auf Mobilität auch für Arme

04.04.2009 · Soziales, Ortsverband, Mitgliederversammlung

Zu einer Mitgliederversammlung hat der Iserlohner Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Dortmunder Bundestagsabgeordneten Markus Kurth eingeladen.

Dieser berichtete über das Sozialticket, welches die Grünen in Dortmund eingeführt haben. Mit dem Sozialticket können u. a. Bezieher des Arbeitslosengeldes II kostengünstig den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. Für 15 Euro ist das Sozialticket in Dortmund erhältlich. Das ist genau der Betrag, dem ein ALG-II-Bezieher für die Nutzung von Bus und Bahn zur Verfügung steht.

Für viele Menschen ist der öffentliche Personennahverkehr nicht bezahlbar. Und gerade ALG-II-Bezieher sind oftmals auf die Nutzung von Bus und Bahn angewiesen.

Mit dem Sozialticket wird es diesen Menschen ermöglicht, wieder mobil und aktiv zu sein.Markus Kurth, der sich als sozialpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion auch mit den Regelsätzen des ALG II auseinandersetzt, erklärte, dass es eigentlich Aufgabe des Bundes sei, die Regelsätze so anzupassen, dass jedem die Mittel zur Verfügung stehen, um mobil zu sein.

Da der Bund diese Aufgabe nicht wahrnimmt, haben neben Dortmund u. a. Unna und Köln ein Sozialticket eingeführt. In Iserlohn ist die Einführung des Sozialtickets am Widerstand von CDU und FDP gescheitert. Angeblich nicht finanzierbar sei das Sozialticket.

Dass es finanzierbar ist, zeigen die vielen Beispiele in anderen Städten. „Wir werden das Sozialticket weiter verfolgen,“ erklärte Denis Potschien, Sprecher des Ortsverbandes. Die Grünen werden sich auch weiterhin für die Einführung des Sozialtickets einsetzen.

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