BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

Rohstofflieferant Natur: Grüne zu Besuch im Naturhaus Mengler

27.02.2017 · Ortsverband, Umwelt, Wirtschaft

Mutter Erde schenkt auch für den Privatgebrauch weit mehr an Rohstoffen, als es im Bewusstsein der heutigen Konsumgesellschaft verankert ist. Holz etwa braucht keine Lacke, sondern wird mit pflanzlichem Öl perfekt behandelt und selbst wenn man es bunter mag, gibt es Naturfarben mit Nachhaltigkeitsprädikat und ohne Schäden für Gesundheit und Umwelt.

Das war die Kernbotschaft eines Besuches, den die Iserlohner Grünen dem Naturhaus Mengler – neuerdings Giesestraße in der Nähe des Hellweg-Baumarktes – abstatteten. Inhaber Peter Mengler hatte sich die Zeit genommen, die Gruppe um Ortsverbandssprecherin Ingrid Knaup und Fraktionsvorsitzende Elke Olbrich-Tripp durch das Angebot seines Hauses zu führen. Das Holz für die „Sauerlanddiele“ kommt, wie der Name schon sagt, aus heimischen Wäldern.

Auch hat der Kork als Rohmaterial noch längst nicht ausgedient und Peter Mengler machte in seinen ambitionierten und von großem Detailwissen geprägten Ausführungen deutlich, dass etwa der gute alte Weinkorken nach wie vor das qualitativ Beste sei und alles andere eine PR-gestützte und von wirtschaftlichen Überlegungen geprägte Verfahrensweise der Weinhersteller sei. Schnell wurde den grünen Besuchern wieder einmal bewusst, was es heißt, global zu denken und lokal zu handeln – auch wenn es bei Mengler keine Abteilung für Flaschenkorken gibt. Dass Kork dagegen mit einer unnachahmlich dekorativen und gesunden Seite für Fußböden und sogar als Dämmmaterial für den Innenbereich überzeugt, blieb den Besuchern jedoch keineswegs verborgen.

Wer weiß schon, dass eine Lehmfarbe nicht nur braun und erdig aussehen muss, sondern auch kunterbunt sein kann und wem ist sich schon bewusst, dass man mit Naturkalk Schimmel fernhalten und feuchte Wände sanieren kann? Der grüne Ortsverband hat sich vorgenommen, nach und nach immer wieder Betriebe, Läden und Höfe zu besuchen, die sich dem Gebot der Nachhaltigkeit verpflichtet sehen. „Das muss nicht immer nur der sprichwörtliche Öko-Bauer sein“, meinte Sprecherin Ingrid Knaup nach diesem eindrucksvollen Besuch an der Baarstrasse und nimmt gern Anregungen zum Besuch weiterer Einrichtungen dieser Art entgegen.