BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

Haben die Iserlohner Bürgerschützen überzogen?

21.03.2015 · Finanzen, Ortsverband

Haben die Iserlohner Bürgerschützen, hat Oberst Petereit mit der Forderung überzogen, die Stadt Iserlohn habe auf ihre Kosten einen Ersatz für die Toiletten und das Geschäftszimmer zu leisten, die während des Schützenfestes 2015 wegen der Restaurierungsarbeiten am Parktheater nicht zur Verfügung stehen werden? Der Vorstand der Grünen ist der Meinung: Ja, es wurde überzogen.

Das Iserlohner Schützenfest ist eine Traditionsveranstaltung, das sei unbenommen. Die Untermauerung durch verschwörungstheoretisch anmutende Behauptungen, jemand wolle bewusst den Ablauf des Schützenfestes beeinträchtigen und der Erwägung juristischer Schritte verleihen dem Gebaren des Schützen-Oberst Petereit jedoch eine nicht gerechtfertigte Unverhältnismäßigkeit. Zu den Fakten: Es existiert tatsächlich ein Vertrag zwischen dem IBSV und der Stadt Iserlohn aus dem hervorgeht, dass das Gelände auf der Alexanderhöhe und die Parkhalle in den Tagen des Schützenfestes dem IBSV kostenlos zur Verfügung zu stellen sind. Sogar die Reinigung des Geländes sowie die Bereitstellung eines Festzeltes einschließlich Absperrzäunen während dieser Zeit sind auf Kosten der Stadt bereitzustellen. Im Gegenzug wird die Stadt im Übrigen nicht an den Einnahmen beteiligt. Die Konsequenzen sind also klar, auch wenn man diesen Vertrag aus den 1970-er-Jahren kritisieren kann und die genauen Hintergründe des Zustandekommens vielleicht auch einmal historisch aufgearbeitet werden sollten. Aber auf keinen Fall sollte mehr in diesen Vertrag hineininterpretiert werden als tatsächlich drin steht und keinesfalls dürfen daraus Forderungen formuliert werden, die haltlos sind und wieder einmal zu Lasten des Iserlohner Steuerzahlers gehen.

Natürlich sollen genügend Toiletten bereit stehen und das ist sicher etwas, worüber mit der Stadt geredet werden kann. Wozu also dieser Aufschrei? Oder hat in diesem Falle vielleicht einfach die Kommunikation in der gegebenen personellen Vernetzung der Iserlohner Schützen in Verwaltung und Politik hinein nicht funktioniert? So ist der Pressesprecher des IBSV doch gleichzeitig Fraktionsvorsitzender der CDU.