BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

Grüne wollen zweite Gesamtschule

10.06.2011 · Schule, Ratsfraktion

Die demografische Entwicklung und der veränderte Elternwille haben die Schulplanung überholt. „Angesichts der Veränderungen muss unsere Schullandschaft neu gestaltet werden“, sagt die Vorsitzende der Grünen Ratsfraktion Elke Olbrich-Tripp nach ausführlicher Debatte in der Fraktionssitzung.

Bis auf die Gesamtschule verlören alle anderen Schulformen absehbar Schüler und Schülerinnen. Daher fordern die Grünen für die kommenden Schuljahre, den Elternwillen frühzeitig zu erfragen, etwa durch ein vorgezogenes Anmeldeverfahren. „Dann könnte die Stadt darauf reagieren“, so Olbrich-Tripp.

Denn ein Aspekt zeige sich jetzt schon: Es gebe bei der Gesamtschule eine Nachfrage, die derzeit nicht gedeckt werden könne. Insbesondere das Abweisen von Oberstufenschülern aufgrund des Raummangels sei nicht hinnehmbar.

Nach dem jetzigen Stand der Diskussionen halten die Grünen darüber hinaus eine Zusammenlegung der Gesamtschule Nußberg am dortigen Standort für die sinnvollste Lösung. „Eine Ausweitung der Dependance in Gerlingsen würde die vorhandenen Probleme nicht lösen. Auch über die Zügigkeit der Gesamtschule am Nußberg und einer möglichen zweiten Gesamtschule an einem anderen Ort muss fachlich inhaltlich diskutiert werden“, so die Fraktionsvorsitzende der Grünen weiter.

Des Weiteren biete das modern ausgestattete Gebäude der Dependance Gerlingsen die Möglichkeit, bei deutlich verbesserter Raumausstattung, die beiden Grundschulen dort pädagogisch sinnvoll zusammenzulegen.

„Dependancelösungen lehnen wir ab, da sie mehr Probleme aufwerfen als Lösungen bringen. Eine Zusammenlegung würde hingegen gewinnbringende Möglichkeiten für alle Seiten bringen - wenn es richtig angegangen wird“, so abschließend Elke Olbrich-Tripp.