BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

„Grüne Spinnereien“ längst bestätigt

19.08.2009 · Energie, Umwelt, Ortsverband, Mitgliederversammlung, Kommunalwahlen

Klimaschutz ist wichtig und liegt den Grünen seit Jahren sehr am Herzen. Aber mitten im Wahlkampf und zur schönsten Sommerzeit eine Veranstaltung mit dem allgemeinen Thema des Klimaschutzes? Die Befürchtung war groß, dass es wohl eher mager aussehen würde.

Aber nichts da: Im Café Hilbrand erlebten die zahlreichen Besucher der grünen Informationsveranstaltung einen äußerst anregenden Abend zum Thema Klimaschutz.

Und das im besonderen Rahmen: Reiner Priggen, energiepolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, hatte seinen Vortrag kurzerhand in den Restaurant-Garten verlegt, weil es bei der Raumreservierung ein Missverständnis gegeben hatte.

Der grüne Landespolitiker erwies sich wieder einmal als ausgewiesener Experte mit einem fundierten und aktuellen Wissen, aber auch mit der pragmatischen Sicht für politische Ansätze. Dass es eine dramatische Veränderung des Klimas und damit der Lebensumstände durch den ansteigenden Meeresspiegel haben wird, kann nicht mehr bestritten werden. Es geht letztlich nur noch darum, wie „wir“ – die Menschen, die Gesellschaft und damit die Politik – darauf reagieren. Dazu kommt die ebenso eindeutige Erntwicklung der zu Ende gehenden Ressourcen für Energie.

Inzwischen hätten sich die „grünen Spinnereien“ längst bewahrheitet und es gebe heute keine Partei mehr, die die ökologische Problematik nicht in ihrem Programm habe, meinte Priggen mit einem Hinweis auf die nach wie vor vorhandenen Widerstände aus dem neoliberalen Lager. Neben den großen Fragen der Energieversorgung, in der die Atomkraft keine Zukunft haben könnte und in der wir einer Entwicklung (z. B. im Fahrzeugbau) in heute kaum vorstellbaren Ausmaßen entgegen sehen, gebe es aber auch lokale Möglichkeiten, um der Problematik zu begegnen. So nannte er die Ausbildung im Handwerk für Passivbauweise und die entsprechende Bauplanung für alle zukünftigen städtischen Gebäude einschließlich Schulen. Unterschätzt würde nach wie vor so einfache Fragen wie eine kontrollierte Lüftung in Schulklassen.

Es schloss sich eine lange und lebhafte Aussprache mit vielen Detailfragen an. Ein äußerst interessierter Gast war der Leiter des VHS-Arbeitskreises Energiewende, Rüdiger Hiltawsky, der mit seinen fundierten Beiträgen, insbesondere zur alternativen Energie, weitere wertvolle Hinweise geben konnte.