BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

GRÜNE Iserlohn sprechen sich in ihrer Mitgliederversammlung für Naturwald in Iserlohn

06.11.2019 · Ortsverband, Umwelt

In einer öffentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 30.10.2019 hatten die GRÜNEN Iserlohn mit Dr. Gregor Kaiser einen ausgewiesenen Wald-Experten aus Lennestadt zu Besuch. Dr. Kaiser ist selbst Land- und Forstwirt und kämpft als Sprecher der GRÜNEN Landesarbeitsgruppe Wald, Landwirtschaft und ländlicher Raum für eine nachhaltige Forstwirtschaft. Er machte z. B. deutlich, dass die Zeiten von Fichten-Monokulturen insbesondere in unserer Region endgültig vorbei sein dürften.

Die Stadt Iserlohn besitzt 1.250 ha Wald, der forstwirtschaftlich genutzt wird und 2007 durch den Sturm Kyrill, 2018 durch den Sturm Friederike sowie 2019 durch die extreme Trockenheit mit dem dadurch verursachten Borkenkäferbefall stark geschädigt wurde. Die GRÜNEN Iserlohn diskutierten mit ihrem Gast unter anderem auch darüber, wie man den Iserlohner Stadtwald in Zeiten der fortschreitenden Klimakrise auf Dauer erhalten kann.

John Haberle, Sprecher der GRÜNEN Iserlohn stellte infrage, dass man zwingend als Kommune aus dem eigenen städtischen Wald Gewinne erwirtschaften müsse. Er favorisiert einen naturnäheren Wald und betonte, dass dadurch auch der schwindenden Artenvielfalt entgegengewirkt werden könne. Als Vorbild nannte er den Lürwald in Menden.

Dr. Gregor Kaiser sprach sich darüber hinaus für die Nutzung von Windenergie auch im Wald dort aus, wo es der Natur- und Artenschutz erlauben würde. Dies würde einerseits den Forstwirten eine verlässliche Einnahmequelle sichern. Andererseits gebe es hier die Möglichkeit, dass Bürgerinnen und Bürger sowie die Kommune über ihre Stadtwerke Eigentümer der Windräder vor Ort sein könnten. Insbesondere über die verstärkte Nutzung von regenerativen Energien und einer Naturwaldentwicklung in Iserlohn wurde mit den Mitgliedern und Interessierten intensiv diskutiert.