BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

Grüne für die Gründung von zwei Sekundarschulen in Iserlohn

28.09.2014 · Schule, Ratsfraktion

Da die Eltern in ihrem Wahlverhalten die Hauptschulen abgewählt haben und die Hauptschulen zeitnah auslaufen werden, müssen jetzt dringend Lösungen für die Weiterentwicklung der Schullandschaft in Iserlohn gefunden werden. Nachdem die Einrichtung einer zweiten Gesamtschule in Hennen, welche die Grünen mit dem „Bildungsbündnis“ unterstützt haben, gescheitert ist, gilt es jetzt mit einer möglichst großen Mehrheit eine Alternative zu finden.

Die Grünen haben sich in der Fraktion einstimmig für die Beendigung des jetzt über drei Jahre gehenden Schulstreites ausgesprochen. Die Realschulen können nach dem Auslaufen der Hauptschulen in ihrer bisherigen Form nicht so weiter bestehen bleiben; dafür muss jetzt endlich eine Lösung her. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mussten zur Kenntnis nehmen, dass es starken Widerstand für die Einrichtung einer zweiten Gesamtschule derzeit gibt, die Sekundarschulen – kleine Gesamtschule ohne eigene Oberstufe – dagegen aufgrund der Möglichkeit, kleinere Klassen zu bilden und zusätzliche Lehrer zu erhalten, durchaus in der Eltern- und Lehrerschaft an Zustimmung gewonnen haben.

Eine zweite Gesamtschule in der Stadtmitte wieder an zwei Standorten mit den dazukommenden höheren Kosten für zwei Mensen etc. war für die Grünen auch nicht vertretbar. Die Fraktion der Grünen sprach sich daher für die Auflösung der beiden Realschulen Hemberg und Bömberg aus und für die Einrichtung von Sekundarschulen an den jeweiligen Standorten.

Eine Oberstufe in einer neuen Gesamtschule würde erst in fünf bis sechs Jahren zum Tragen kommen. Da Schulentwicklungsplanung immer fortgeschrieben werden muss, könnte dann neu diskutiert werden, ob zusätzliche Oberstufen in Iserlohn notwendig sind. So hätten wir das längere gemeinsame Lernen endlich in Iserlohn auf den Weg gebracht und den in Düsseldorf getroffenen Schulkonsens auf Iserlohn übertragen.

Leider hat sich nur die CDU-Fraktion für diese Variante entschieden. SPD, Die Linke, FDP, Piratenpartei und UWG sprachen sich für die Lösung Sekundarschule Hemberg und zweite Gesamtschule an den Standorten Wiesengrund/Bömberg aus.

Keiner der Vorschläge konnte die erforderliche Mehrheit erreichen und die Suche nach einer Lösung, die für Schüler, Eltern, Lehrer und die Politik tragbar sein wird, muss jetzt bis zum 28. Oktober gefunden werden.