BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

Grüne besuchen geplantes Wohngebiet „Auf der Emst“

01.08.2014 · Planung, Umwelt, Ratsfraktion

Das Wohngebiet Emst beschäftigte die grüne Ratsfraktion bei einem Besuch vor Ort. Eingeladen hatte die Fraktion auch die interessierte Öffentlichkeit und der Zuspruch war riesig. „Es geht längst nicht mehr nur darum, neue Wohnbauflächen zu erschließen. Themenfelder wie die demografische Entwicklung, der Klimaschutz, selbstbestimmtes Wohnen im Alter, generationsübergreifende Wohnformen, gesellschaftliche Integration sowie die Infrastruktur im Quartier – um nur einige Schlagwörter zu nennen – erfordern auch in Iserlohn endlich eine andere Vorgehensweise bei der Entwicklung der Wohnquartiere“, so hatte Fraktionsvorsitzende Elke Olbrich-Tripp in der Einladung verlauten lassen.

Aus dem Fraktionsbesuch entwickelte sich schnell eine heftige Protestveranstaltung der betroffenen Bürger, die sich inzwischen zu der Initiative „Rettet die grüne Lunge“ und damit gegen eine weitere Bebauung zusammengeschlossen haben. Mit Kartenmaterial und einem von den Bürgern angeregten Rundgang wurde die Situation deutlich: Mitten durch das Wohngebiet, das sich wie in Hufeisen um das Waldgebiet legt, soll eine massive Bebauung erfolgen und damit das Quartier nachhaltig verändern.

Die größte Sorge der Anwohner ist derzeit, dass die S-Probis als Eigentümer plötzlich mit der Motorsäge schon Fakten schafft. Dem aber wollen die Grünen ohnehin mit einer Anfrage an den Bürgermeister entgegenwirken. Harald Eufinger als grünes Ratsmitglied will etwa wissen, ob hier die Baumschutzsatzung greift und, wenn ja, wie viele Bäume darunter fallen.

Die grüne Ratsfraktion möchte die sitzungsfreie Zeit nutzen, um sich intensiv mit dem Thema Wohnungsbaupolitik zu befassen. So wird als nächstes Ziel die zukünftige Gestaltung des früheren Schlieperblocks besucht. Zum Thema Emst möchte die grüne Ratsfraktion deutlich machen, dass man erst am Anfang der Debatte um die Gestaltung der Wohngebiete steht.

Was die Emst betrifft, so erinnerte Elke Olbrich-Tripp daran, dass die damalige Brachfläche vor fast drei Jahrzehnten gekauft worden sei mit dem Ziel einer Bebauung durch „Bildung, Forschung und Verwaltung“ – so hatte es im Bebauungsplan Nr. 147 aus dem Jahre 1986 geheißen. Da bis auf eine mögliche kleine Expansionsfläche für die Grundschule der gesamte Rest nicht mehr für die einst vorgesehenen Zwecke benötigt werde, hätten auch die Grünen in der letzten Sitzung des Planungsausschusses des vergangenen Jahres zugestimmt, von der Verwaltung untersuchen zu lassen, wie die Fläche genutzt werden könne.

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