BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

Die „Fridays for Future“-Demonstrationen sind der Beginn eines Generationenkonflikts

18.03.2019 · Ortsverband, Umwelt, Jugend

Für die Grünen in Iserlohn zeigen die „Fridays for Future“-Demonstrationen den Beginn eines Generationenkonflikts auf, der die Gesellschaft noch lange beschäftigen wird.

„Die heutigen Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft sind die 40- bis 70-jährigen. Für viele ging und geht es da vor allem um die Mehrung des Wohlstands. Im Ergebnis soll es immer mehr von allem sein. Dass das auf Dauer in einer endlichen Welt nicht funktionieren kann, dürfte eigentlich jedem klar sein. Wie die Klimakrise, das Artensterben oder die Vermüllung der Ozeane zeigen, haben wir alle Ökosysteme bereits an ihre Grenzen herangeführt.

Es wird zwar seit mindestens dreißig Jahren über Umwelt- und Klimaschutz geredet und hier und da konnten auch Fortschritte erzielt werden, trotzdem hat sich die Situation dramatisch verschärft. Beim CO2-Ausstoß bleiben uns jetzt noch dreißig Jahre, um faktisch auf Null herunterzukommen. Die demonstrierende Jugend ist dann zwischen 40 und 50 Jahre alt, sie sorgt sich also zu recht um ihre Zukunft.

Wenn dann noch der in Iserlohn beheimatete CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak die Klimaaktivistin Greta Thunberg für ihr Engagement verspottet sowie der FDP-Vorsitzende Christian Lindner den Jugendlichen vorhält, dass sie keine Ahnung von dem Problem hätten und lieber die Profis ranlassen sollten, wird das die Zukunftssorgen kaum verringern. Denn es sind ja genau die Profis in Wirtschaft und Politik, die in dreißig Jahren das Problem eher noch verschärft haben und, wie man an den beiden Aussagen sieht, es offensichtlich weiterhin nicht verstehen“, so der Sprecher der Grünen Iserlohn.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn begrüßen das politische Engagement der Jugendlichen ausdrücklich und hoffen auf ein Wachrütteln auch in Iserlohn.

„Klima- und Umweltschutz fängt in den Kommunen an. Wie man in den öffentlichen Debatten zum Thema regenerative Energien in Iserlohn sehen konnte, wollen viele Bürgerinnen und Bürger mehr Klimaschutz auch vor Ort. Wenn aber die Iserlohner Politik es nicht einmal schafft, in mittlerweile zwölf Jahren ein Radverkehrskonzept umzusetzen und wenn die CDU als stärkste Fraktion im Rat der Stadt meint, das Verhindern aller Windenergieanlagen sei ein Beitrag zum Umweltschutz, ist das zunächst einmal kein positives Zeichen“, so Haberle weiter.

Angesichts der Dringlichkeit des Problems fordern die Grünen Iserlohn, dass das kommunale Handeln, sei es beim Erschließen neuer Gewerbe- und Wohngebiete, bei der Verkehrsplanung oder beim Forstbetrieb, grundsätzlich unter dem Gesichtspunkt der Umweltverträglichkeit und des Klimaschutzes steht. Ziel müsse es sein, dass Iserlohn absehbar klimaneutral und ökologisch nachhaltig wird. Der Grünen-Sprecher John Haberle dazu: „Gerade wir Älteren sollten uns fragen, ob wir unseren Kindern eine lebenswerte Erde, so wie wir sie vorgefunden haben, nicht schuldig sind.“