BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Iserlohn

Abschalten statt Aussitzen!

23.04.2011 · Energie, Umwelt, Ortsverband

Die Atomkatastrophe in Fukushima beunruhigt nach wie vor die ganze Welt und hat 25 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl abermals gezeigt: Atomkraft ist nicht beherrschbar!

Anstatt den Atomausstieg zu forcieren, nimmt die schwarz-gelbe Bundesregierung die alten AKWs nur vom Netz, um eine Sicherheitsüberprüfung durchzuführen. Konkrete Gesetze sind nicht erkennbar – das bedeutet nichts anderes, als das Problem einfach auszusitzen.

Mit einem maroden Atomkraftwerk und einer mobilen Ausstellung zu den Ereignissen in Tschernobyl haben die Iserlohner Grünen deshalb auf dem Marktplatz protestiert. Die große Mehrheit der Bevölkerung will den Ausstieg, was die vielen Mahnwachen und Demonstrationen in den letzten Wochen zeigen.

„Mit unserer Aktion fordern wir von Kanzlerin Merkel die sofortige und endgültige Stilllegung der sieben ältesten Atomkraftwerke und des Pannenreaktors Krümmel, die Verschärfung der Sicherheitsauflagen und die Rücknahme der AKW-Laufzeitverlängerung. Die Vogel-Strauß-Taktik von CDU und FDP tritt unsere Sicherheit mit Füßen. Wir kämpfen für die Energiewende und wollen alle AKWs bis spätestens 2017 abschalten“, sagte Denis Potschien, Sprecher der Iserlohner Grünen.

Außerdem erinnerten die Grünen daran, dass jeder Einzelne etwas zum Atomausstieg beitragen kann, indem er zu einem Ökostromanbieter wechselt. Auch die Stadtwerke Iserlohn bieten seit kurzem einen Ökostromtarif an, mit dem der Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort unterstützt wird.

Auf Antrag der grünen Ratsfraktion wird auch die Stadt Iserlohn zukünftig ausschließlich Ökostrom von den Stadtwerken beziehen.

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