Stadtverband, Verkehr, Umwelt16. Dezember 2011

Einseitige Podiumsdiskussion der WIN mit Verkehrsminister Voigtsberger

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Harry Voigtsberger kommt nach Iserlohn, um an einer Podiumsdiskussion zum Ausbau der A 46 teilzunehmen. Dass der Minister vor Ort über die A 46 diskutieren will, ist an sich eine schöne Sache. Doch zu einer wirklichen Diskussion wird es bei dieser Veranstaltung nicht kommen.

Denn neben Voigtsberger sind die Unternehmerinitiative „Pro A 46“ sowie die Bürgerinititive „Pro A 46“ eingeladen. Und Veranstalter ist die Wirtschaftsinitiative Nordkreis (WIN), die sich ebenfalls deutlich für den Weiterbau der A 46 einsetzt. Alles in allem kann man also davon ausgehen, dass bei der sogenannten Podiumsdiskussion keine kontroversen Standpunkte oder Meinungen ausgetauscht werden. Alle Beteiligten werden sich – und das ist bei dem Kreis der Teilnehmer keine Überraschung – einig darüber sein, dass der Lückenschluss kommen muss.

„Schade, dass man nicht den Mut hat, auch Kritiker des Weiterbaus zu Wort kommen zu lassen. Denn von einer Podiumsdiskussion erwarte ich, dass Vertreter unterschiedlicher Interessen zu Wort kommen“, erklärt Denis Potschien, Sprecher des Stadtverbandes Iserlohn-Hemer von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Argumente gegen den Weiterbau können im Übrigen nicht nur Umweltverbände und die Grünen liefern. Auch der Verkehrsclub Deutschland hat sich gegen einen Lückenschluss ausgesprochen. Denn alles, was bislang zum Weiterbau diskutiert und geplant wurde, ist weder umweltverträglich noch bezahlbar.

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