Rainer Daams, selber seit vielen Jahren Mitglied der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Bildung, verdeutlichte an Hand von Zahlen das ineffektive und teuere Bildungssystem in Deutschland: „Unser Bildungssystem ist nach wie vor sozial ungerecht, nicht leistungsfördernd volkswirtschaftlich kontraproduktiv und demokratisch bedenklich.“ Schulsysteme anderer Länder würden die Defizite aus den Herkunftsfamilien der Schüler und Schülerinnen stärker ausgleichen.
Bis in alle gesellschaftlichen Bereiche hinein sei es heute möglich unideologisch über ein besseres Bildungssystem zu reden. Längst machen viele Kommunen über ihre Bürgermeister Druck auf die Landesregierung. Sie wollen vor Ort selbst über die Möglichkeit der Ausgestaltung der Schule entscheiden können. Auch trage die demografische Entwicklung dazu bei, sich über neue Schulformen Gedanken zu machen. Andernfalls würden viele Stadtteile zukünftig ohne weiterführende Schule dastehen. Und dies sei längst ein Standortfaktor.
Der grüne Landtagskandidat aus Iserlohn Kai Olbrich, selbst auch Mitglied der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Bildung, machte deutlich, dass es nicht grünes Ziel sei Schulen oder Schulformen radikal abzuschaffen. Vielmehr sollen Schulen die Möglichkeit erhalten sich zu entwickeln: „Das Land muss für die Kommunen mit ihren Schulen Anreizsysteme schaffen, damit sich eine Schullandschaft entwickeln kann, die allen Kindern faire Bildungschancen ermöglicht. Was wir nicht wollen ist, das bestehende Schulsystem sofort und komplett umzustellen, wie es Die Linke fordert. Das würde nur die alten ideologischen Grabenkämpfe heraufbeschwören.“
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